GesundWERDENheits PRÄVENTION – Wüstenklima mitten im Winter

Close Up Of Hand Adjusting Heating Thermostat.

Der Winter hat uns nun doch erfasst und Schnee gibt es in diesem Jahr reichlich. Viele sind im Homeoffice und so haben wir es dieses Jahr mal nicht mit dem Klimaanlagensyndrom des Winters zu tun. Nein – es ist nun die trockene Heizungsluft. Was die Klimaanlage automatisch liefert, ist privat nicht selten ein vernachlässigtes Problem – bis die Nase blutet oder der Husten ganz allmählich in ein Bellen übergeht. Die Luftfeuchtigkeit geht in den Keller, wenn sie zu Hause die Heizung kontinuierlich laufen haben und die Fenster wenig bis selten öffnen. Ja – ich kann es gut nachvollziehen, da hat die Raumtemperatur gerade mal einen angenehmen Punkt erreicht und man soll schon wieder die Fenster aufreißen. Wenn wir, wie im Homeoffice üblich, längere Zeit am Schreibtisch verbringen und uns weniger bewegen, verändert sich unsere Durchblutung und 22 Grad werden dann mal schnell als nicht ausreichend angesehen. Wir drehen also das Thermostat etwas nach oben und die Heizung gibt nochmal richtig gas. Allerdings sinkt in der Folge auch die Luftfeuchtigkeit. Als eine „gesunde“ -besser: ausreichende – Luftfeuchtigkeit, werden 50% empfohlen, bei einer Raumtemperatur von 20 Grad. Zuviel ist auch nicht gut, denn bei einer konstanten Luftfeuchte von über 80% beginnt die Schimmelbildung.

Eine Frau öffnet ein Fenster zum Lüften der Wohnung. Frische Luft im Zimmer/ Bild Adobe Stock

Jetzt werden sie sich vielleicht fragen, wie sie die Luftfeuchtigkeit in ihrem raum messen können. Hygrometer – das ist das Gerät der Wahl. Schadet nicht, so etwas im Haus zu haben, aber wenn sie ein Mensch sind, der es eher nach „Gefühl“ macht, dann sollten sie mindestens einmal am Tag für 5 Minuten die Fenster öffnen und durchlüften. Das Problem – kalte Luft kann Feuchtigkeit schlecht aufnehmen, ist also in der Regel trockener als die Raumluft (im Winter!). Es kann demnach Sinn machen, die Raumluft zusätzlich (in Maßen) zu befeuchten. Dafür müssen keine teuren Geräte gekauft werden. Ein Schälchen Wasser auf der Heizung tut es durchaus. In manchen Gegenden ist das Leitungswasser sehr kalkhaltig. Verdunstet das Wasser im Schälchen, kann dies zu sehr unschönen Kalkrändern führen. Entweder sie benutzen also ein altes Schälchen, das ansonsten für nichts anderes mehr gebraucht wird oder sie benutzen gefiltertes Wasser.

Wenn sie jetzt in das Wasser noch ein paar Tropfen ätherisches Öl geben, haben sie zusätzlich noch einen angenehmen Duft im Raum. Vielleicht „Orange“ oder – wenn sie eh schon ein wenig hüsteln – japanisches Heilpflanzenöl.

Und noch ein Tipp für die Spezialisten: Wenn sie ein Hygrometer im Raum und eines an der Außenluft haben, können sie durch Lüften die Raumfeuchte sehr gut steuern, denn sie sehen ob die Außenluft feuchter oder trockener ist als die im Raum.